Hawesko offline

Montag, 16. April 2018 - 11:45
Handel
Weinhandel
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Nikolas von Haugwitz will neben dem Flagship-Store in Hamburg keine weiteren Läden eröffnen (Foto: WEINWIRTSCHAFT)

»Nach 55 Jahren haben wir es endlich geschafft, ein Ladengeschäft zu eröffnen«, freute sich Hawesko-Geschäftsführer Nikolas von Haugwitz bei der Eröffnung eines stationären Verkaufs am Firmensitz in Hamburg am 13. April 2018. »Für uns ist das etwas ganz Besonderes. Wir können Versandhandel, wir können Internet-Handel, aber wir konnten kein Ladengeschäft«, so von Haugwitz. 

»Das ist das neue Herz von Hawesko«, erklärte von Haugwitz. Der neue Flagship-Store solle den direkten Kontakt zu den Kunden ermöglichen. So sind die Verkostungsräume von Hawesko direkt an das Ladengeschäft angeschlossen. Auch die bisher unternehmensintern organisierte Veranstaltung Freitagswein, bei dem den Mitarbeitern neue Weine vorgestellt wurden, solle sich den Kunden öffnen, sodass ein direkter Austausch zwischen Konsument und Einkäufer entstehen könne.

Zudem sollen Veranstaltungen mit Winzern die Kommunikationsfunktion des Geschäfts in den Fokus rücken. Die Leitung des Ladengeschäfts übernimmt Lukas Fordinal. »Lukas kann sie eine halbe Stunde an die Wand reden, aber am Ende verlassen sie das Geschäft mit einem Karton Wein. Das hat mich dann auch überzeugt«, machte von Haugwitz klar, dass der Verkauf nicht zu kurz kommen soll.

Dennoch betonte er, dass es keine weiteren stationären Geschäfte geben soll. »Diese Aufgabe überlassen wir im Hawesko-Konzern Jacques’ Wein-Depot«, erklärte von Haugwitz im Gespräch mit WEINWIRTSCHAFT. Unabhängig davon sei es sehr schwierig, für das Weingeschäft geeignete, repräsentative Standorte zu finden. Für den Online-Händler weinladen.de seien aber noch für dieses Jahr weitere Filialen geplant. cg

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